Transparenz

Grundlagen und Quellen

Was mit deinen Antworten passiert, wie die Zahlen zustande kommen, woran sich die Einordnung orientiert – und wo die Grenzen liegen.

Stand: 20.10.2026 · Bewertungsversion 4

Auf einen Blick

Feste Regeln

Deine Werte rechnen feste Regeln aus, für alle gleich. Gleiche Antworten ergeben immer dieselben Werte.

Keine KI in der Rechnung

Gerechnet wird auf unserem Server in der Datenbank. Eine KI formuliert nur deine persönliche Mail – und nur, wenn du zustimmst.

Offene Gewichte

Wie viel jeder Bereich zählt, steht unten. Zusätzliche Abzüge gibt es nicht.

Orientierung, keine Diagnose

Die Auswertung zeigt, wo du im Vergleich zu anerkannten Empfehlungen stehst – mit Tipps, nicht mit Befunden.

So entsteht dein Vitalitäts-Index

  1. Von der Antwort zum Bereichswert

    Jede Antwortmöglichkeit hat einen festen Wert von 0 bis 100. Die Fragen sind acht Bereichen zugeordnet, und jeder Bereich besteht aus festen Teilaspekten – Bewegung zum Beispiel aus Aktivität, Kraft und Sitzzeit. Der Bereichswert ist der gewichtete Durchschnitt seiner Teilaspekte. So zählt jedes Thema gleich viel, egal mit wie vielen Fragen es erfasst wird. 100 heißt: In diesem Bereich hast du überall die günstigste Antwort gegeben.

    Fragen, die nicht zu dir passen, werden nicht gestellt und zählen nicht. Bleibt eine gestellte Frage offen, zählt sie neutral mit 50, und dein Ergebnis wird als vorläufig gekennzeichnet.

  2. Vom Bereich zum Index

    Der Vitalitäts-Index ist der gewichtete Durchschnitt der acht Bereichswerte:

    Bewegung & Kraft25 %
    Ernährung16 %
    Schlaf & Regeneration14 %
    Rauchen12 %
    BMI / Körperkomposition12 %
    Stressbalance10 %
    Alkohol6 %
    Tageslicht5 %

    Es gibt keine zusätzlichen Abzüge: Ein Bereich mit 5 % Anteil kann den Index um höchstens 5 Punkte verändern.

  3. Vom Index zur Stufe

    Aus dem Index ergibt sich deine Stufe. Wer täglich raucht, bleibt höchstens bei „Auf dem Weg“ – der Index selbst wird dabei nicht verändert.

Stufen des Index

ab 85Vital & Stabil
ab 67Aktiv mit Momentum
ab 54Auf dem Weg
ab 45Im Aufbau
unter 45Neustart

Einordnung der Bereiche

ab 85Sehr stabile Grundlage
ab 70Gute Basis mit Potenzial
ab 55Optimierungspotenzial
ab 40Fokusbereich
unter 40Besonderer Fokusbereich

Ehrlich gesagt: Die Gewichte sind eine begründete fachliche Festlegung auf Grundlage der Empfehlungen von WHO, DGE und BfR – kein wissenschaftlich geprüftes Vorhersagemodell. Der Index zeigt, wo du im Vergleich zu diesen Empfehlungen stehst, nicht, wie gesund du bist.

Die acht Lebensbereiche

Zu jedem Bereich: sein Anteil am Index, was gefragt wird, woran sich die Einordnung orientiert, was sich mit dem Alter ändert – und die Quellen. Im Check stehen dieselben Angaben an jedem Bereich.

Bewegung & Kraft 25 % am Index

Was gefragt wird
Wie viele Tage du aktiv bist, wie oft du deine Muskeln kräftigst und wie viel du sitzt. Die Teilaspekte zählen fest: Aktivität 45 %, Kraft 35 %, Sitzzeit 20 %.
Woran sich die Einordnung orientiert
Die WHO empfiehlt 150–300 Minuten moderate Bewegung pro Woche und an mindestens zwei Tagen Kräftigung aller großen Muskelgruppen. Die 150 Minuten sind die Untergrenze, ab der sich der Nutzen zeigt. Große Studien sehen deutliche Vorteile ab etwa 7.000 Schritten am Tag.
Je nach Alter
Ab 60 liegt der größte Nutzen bei etwa 6.000–8.000 Schritten am Tag. Ab 65 kommen an mindestens drei Tagen Übungen für Gleichgewicht und Kraft dazu.

Quellen: WHO 2020, Leitlinie zu Bewegung und sitzendem Verhalten · Paluch u. a., Schritte pro Tag und Sterblichkeit, Lancet Public Health 2022 · Ding u. a., Schritte pro Tag und Gesundheit, Lancet Public Health 2025

Ernährung 16 % am Index

Was gefragt wird
Wie oft du Gemüse, Obst, Eiweiß und Fisch isst und wie viel du trinkst. Fragen, die zu deiner Ernährungsform nicht passen – etwa Fisch bei vegetarischer Ernährung –, zählen nicht.
Woran sich die Einordnung orientiert
Die DGE empfiehlt mindestens 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag, 1–2-mal pro Woche Fisch und rund 1,5 Liter Wasser. Für Eiweiß gilt ein Schätzwert von 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht.
Je nach Alter
Ab 65 liegt der Eiweiß-Schätzwert der DGE bei 1,0 g pro Kilogramm Körpergewicht, weil Eiweiß für Muskelkraft und Beweglichkeit wichtiger wird.

Quellen: DGE, Gut essen und trinken – Empfehlungen (2024) · DGE, Referenzwerte für Protein

Schlaf & Regeneration 14 % am Index

Was gefragt wird
Wie lange und wie erholsam du schläfst, wie schnell du einschläfst und wie wach du tagsüber bist.
Woran sich die Einordnung orientiert
Für Erwachsene bis 64 empfiehlt die National Sleep Foundation 7–9 Stunden pro Nacht. Hält Müdigkeit an, ist die Hausarztpraxis der richtige Ansprechpartner (DEGAM).
Je nach Alter
Ab 65 gelten 7–8 Stunden pro Nacht als Empfehlung.

Quellen: National Sleep Foundation, empfohlene Schlafdauer · DEGAM-Leitlinie Müdigkeit, Patienteninformation

Rauchen 12 % am Index

Was gefragt wird
Ob du rauchst oder Nikotin nutzt.
Woran sich die Einordnung orientiert
Rauchen gehört zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Der Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter: Laut WHO gewinnt, wer mit 50 aufhört, rund 6 Jahre Lebenserwartung, wer mit 60 aufhört, rund 3 Jahre. Wer regelmäßig raucht, bekommt den Rauchstopp als ersten Hebel; wer täglich raucht, bleibt höchstens in der Stufe „Auf dem Weg“.

Quellen: WHO, Gesundheitlicher Nutzen des Rauchstopps

BMI / Körperkomposition 12 % am Index

Was gefragt wird
Dein Body-Mass-Index aus Größe und Gewicht – eine grobe Orientierung, die Muskeln und Fett nicht unterscheidet.
Woran sich die Einordnung orientiert
Als stabiler Orientierungsbereich gilt ein BMI von 18,5 bis 25. Aussagekräftiger ist die Körperzusammensetzung, die sich im Studio messen lässt. Der BMI ist nie ein Hebel: Er ist ein Ergebnis und folgt aus den anderen Bereichen.
Je nach Alter
Ab 65 gilt eine eigene Skala: Ein BMI von 23 bis unter 30 gilt als günstig, weil große Studien bei Älteren in diesem Bereich kein erhöhtes Risiko sehen, unter 23 dagegen schon. Ab 70 gilt ein BMI unter 22 in der Ernährungsmedizin als Anlass, genauer hinzuschauen.

Quellen: Winter u. a., BMI und Sterblichkeit im Alter, Am J Clin Nutr 2014 · GLIM-Konsens zur Diagnose von Mangelernährung (2019)

Stressbalance 10 % am Index

Was gefragt wird
Wie gestresst du dich im Alltag fühlst – nur das. Deine Antworten zu Stimmung und Interesse zählen bewusst nicht in die Punkte; fallen sie auf, steht ein eigener Hinweis oben im Ergebnis.
Woran sich die Einordnung orientiert
Dauerhafte Anspannung wirkt auf Schlaf, Energie und Erholung. Stress lässt sich im Potenzial-Simulator als Hebel durchrechnen.

Quellen: WHO, Soziale Verbundenheit (2025)

Alkohol 6 % am Index

Was gefragt wird
Wie oft und wie viel du Alkohol trinkst. Wer keinen Alkohol trinkt, wird nicht nach der Menge gefragt.
Woran sich die Einordnung orientiert
Die DGE sieht keine gesundheitlich unbedenkliche Alkoholmenge und empfiehlt, möglichst darauf zu verzichten. Für Erwachsene, die trinken, gelten 1–2 Getränke pro Woche als risikoarm.

Quellen: DGE-Positionspapier Alkohol (2024)

Tageslicht 5 % am Index

Was gefragt wird
Wie oft du im Winterhalbjahr tagsüber draußen bist.
Woran sich die Einordnung orientiert
Mit Sonnenlicht bildet die Haut Vitamin D. Von Oktober bis März ist die Sonne in Deutschland dafür zu schwach; in den Sommermonaten genügt es laut DGE, Gesicht, Hände und Arme zwei- bis dreimal pro Woche unbedeckt in die Sonne zu halten.
Je nach Alter
Im höheren Alter bildet die Haut weniger als die Hälfte der Vitamin-D-Menge jüngerer Menschen (DGE). Zeit im Freien zählt dann besonders.

Quellen: DGE, Häufige Fragen zu Vitamin D

Hebel, Potenzial und Re-Check

Dein wichtigster Hebel

Dein wichtigster Hebel ist ein Bereich unter 70 Punkten. Wer regelmäßig oder täglich raucht, bekommt das Rauchen als ersten Hebel. Sonst steht vorne der Bereich, der zu deinem Ziel passt; passt keiner, der mit dem größten möglichen Zugewinn für den Index. Derselbe Hebel steht auf der Seite, im Simulator, in der Mail und in Woche 1–2 deines Fahrplans.

Potenzial-Simulator

Für Antworten, die sich verbessern lassen, rechnet der Check mit denselben Regeln durch, wie sich dein Index mit einer besseren Antwort verändern würde – je Bereich höchstens ein Hebel, zum Beispiel ein zusätzlicher aktiver Tag oder weniger Stress. Der mögliche Zugewinn ist eine Rechengröße, kein gemessener Gesundheitsnutzen.

Re-Check

Nach etwa acht bis zwölf Wochen beantwortest du dieselben Fragen erneut. Vorher fordert der Check nicht dazu auf: Bei kurzem Abstand ändert sich eher eine Antwort als der Alltag. Veränderungen unter zwei Punkten gelten als „stabil gehalten“, nicht als Fortschritt.

Kein „Vitalitäts-Alter“

Eine Umrechnung des Index in Lebensjahre zeigen wir bewusst nicht. Sie wäre genauer, als Angaben aus einem Fragebogen es hergeben.

Hinweise statt Punkte

Manche Angaben gehören nicht in eine Zahl. Sie führen zu einem eigenen Hinweis – Hinweise zur Sicherheit stehen immer sofort im Ergebnis, ohne Anmeldung.

Wer schreibt deine Mail?

Die Rolle der KI

Die persönliche Einordnung per Mail formuliert ein Sprachmodell (Claude von Anthropic, USA) – nur, wenn du dafür eingewilligt hast. Es bekommt deine Antworten, dein Ziel, Alter, Geschlecht, BMI und die berechneten Werte, beim Re-Check auch die Werte deines letzten Checks. Deinen Namen und deine Mail-Adresse bekommt es nicht.

Prüfung vor dem Versand

Die KI rechnet nichts aus. Sie bekommt feste Regeln mit, und jeder Text wird vor dem Versand automatisch geprüft. Sätze, die gegen eine Regel verstoßen – etwa ein Wirkungsversprechen –, werden entschärft oder entfernt. Weicht ein Text in einem sicherheitsrelevanten Punkt ab, bekommst du stattdessen eine Mail aus festen Texten. Die an die KI übergebenen Daten löschen wir nach 30 Tagen.

Wann sich die Bewertung ändert

Die Bewertungsregeln haben eine Versionsnummer. Geändert werden sie nur bei einem nachweisbaren Fehler, bei neuer Evidenz oder wenn eine neue Frage dazukommt – nicht wegen einzelner Ergebnisse, und höchstens einmal im Jahr planmäßig. Aktuell gilt Version 4 vom 20.10.2026.

Wie wir prüfen

Bevor eine Änderung live geht, prüfen wir sie an festen Testfällen: erfundenen Profilen mit unterschiedlichem Alter, Gewicht, Ernährungsweise und Beschwerden. Ergebnisseite und Mail müssen für jeden Fall stimmen und zueinander passen.

Grenzen des Vital-Checks

Ein seriöser Check sagt auch, was er nicht kann.

Alle Quellen

Auf diese Empfehlungen stützen sich die Einordnung und die Tipps je Bereich. Im Check stehen sie als Link an dem Bereich, zu dem sie gehören.

Vital-Check kostenlos starten

Fragen zu den Grundlagen? Schreib uns an info@logivita.de.